Soo, weiter gings mit dem Spielturm. 😁 Nachdem ich den Turm beim letzten Mal dann fertig geschliffen und lasiert hatte fehlten jetzt noch hauptsächlich das Geländer für den Mini-Balkon und die Rutsche. Daneben sollte um das obere Gestell noch ein Sicherungsnetz, Kunst Efeu fürs Dach und ein geknüpftes Jute Netz zum rein klettern.
Als erstes habe ich mich an die Rutsche gemacht. Auch hierfür habe ich wieder Fichten- Leimholzplatten gen0mmen. Dabei habe ich direkt beim Kauf darauf geachtet, dass die Bretter von ihren Maßen her schon zu den Maßen passen, die ich für die Seitenteile der Rutsche haben wollte. So musste ich nur den Anfang und das Ende vom Brett anpassen. Die Auflageflächen habe ich dann an den Winkel angepasst, in dem die Bretter jeweils auf auf dem Turm und auf dem Boden aufliegen. Das Gestell vom Turm konnte ich dann praktischerweise direkt als Auflage zum Sägen benutzen. 😁 Schnell mit ein paar Klemmen festgeklemmt und schon konnte ich drauf los sägen xd
Danach natürlich noch alle Kanten etc. abschleifen und anschließend, anders als beim Turm selbst..🙈 dann auch vor dem zusammenbauen lasieren.. xD Ab und zu lerne ich dann ja auch mal aus Fehlern. 😂
Für die Rutsche habe ich mich dafür entschieden das Holz nur klar zu lasieren und die helle Natur Farbe beizubehalten. Dadurch greift die Rutsche nochmal den Naturton vom Boden des Turms auf, was wie ich finde, direkt harmonischer wirkt.
Das ganze Prozedere dann natürlich zwei Mal, je für die rechte und linke Seite. Von der Form her waren die Bretter zwar schon so angepasst, dass sie gut auf dem Turm aufliegen, ohne abzurutschen aber damit die Rutsche dann auch wirklich sicher am Turm hält habe ich an den Stellen, an denen die Bretter auf den Holzboden des Häuschens aufliegen Löcher in den Boden geschraubt. Unten, in die Auflageflächen der Seitenteile, für die Rutsche habe ich Stockschrauben geschraubt. Also Schrauben, die keinen Schraubkopf haben, sondern an beiden Seiten Gewindestücke. So, dass man diese dann in die vorgebohrten Löcher stecken kann.
Dadurch sitzt die Rutsche fest am Turm und kann nicht verrutschen. Gleichzeitig kann man dadurch die Rutsche aber auch einfach wieder abnehmen. Zum Beispiel damit ich immernoch das Klappbett (rechts vor dem Rutschen Turm) ausklappen kann. Auch wenn der Turm mal umgestellt werden muss, oder ähnliches ist es sehr praktisch die Rutsche einfach abnehmen zu können.
Um die Löscher im Holzboden vom Turm etwas zu schützen habe ich in die Löcher zusätzlich noch Einschlagmuttern eingebracht. Etwa zwei Nummern größer als die Größe der Stockschrauben. Damit die Stockschrauben weiter ohne Probleme ein und ausgesteckt werden konnten.
Was für eine Rutsche natürlich auch noch wichtig ist ist die Rutschfläche an sich. Dafür habe ich einfach eine beschichtete, weiße Multiplexplatte genommen. Die hatte ich sogar für ein paar Euro bei Kleinanzeigen bekommen. 😁 Die Kante am Rand ganz oben und ganz unten habe ich angeschliffen, da die harten Kanten nicht nur zum Rutschen wohl recht unbequem wären sondern auch da die Beschichtung der Platte an solchen harten kanten gerne mal absplittert.
Damit die Rutsche auch wirklich stabil ist habe ich die Seitenteile und die Rutschbahn wie Folgt aneinander befestigt:
Da, wo sich die Rutschplatte und je das Seitenbrett treffen ist an der Rückseite eine Latte über die gesamte Länge angelegt. Von außen habe ich durch die Seiten Bretter dann abwechselnd je eine Schraube durch das Holz in die Multiplexplatte geschraubt und dann eine Schraube durch das Seitenbrett in die Latte, direkt unter der Rutschplatte. Zusätzlich habe Ich von hinten dann noch Schrauben durch die Latte direkt in die Multiplexplatte geschraubt.
So ist die Konstruktion sehr stabil. 🙂 auch ein Erwachsener könnte darauf rutschen, vorausgesetzt man bleibt nicht mit dem Hintern stecken 😂
Die Latten für unter die Rutsche hatte ich übrigens tatsächlich dunkel lasiert.. wird nie jemand sehen, weil sich niemand unter die Rutsche legen wird aber der Gedanke, dass es auch da schön aussieht, war für mich ausreichend Genugtuung, die den zusätzlichen Arbeitsaufwand gerechtfertigt hat. 😂
Als nächstes war dann das Geländer für die offene Seite am Spielturm an der Reihe. Den Handlauf hatte ich an der Rundung der Bodenplatte angepasst. dafür habe ich einfach ein weiteres Leimholzbrett an der entsprechenden Seite so auf den Boden gelegt, dass das Brett auf der ganzen Länge über das Ende der Bodenplatten hinaus geragt hat. Dadurch konnte ich den Boden einfach als Schablone benutzen und von unten die Rundung auf dem Brett einzeichnen. Dann einfach das Brett ein paar Zentimeter weiter vom Boden runter schieben. So, dass der Abstand vom Ende der Bodenplatten bis zu der zuvor eingezeichneten Linie die Breite hat, wie der Handlauf werden soll und schon hat man Den zukünftigen Handlauf fertig eingezeichnet.
So weit so gut.. Als ich eine Seite vom „Handlauf Brett“ schon abgesägt hatte begann ich mit der gegenüber liegenden Seite. Als ich bei der halben Länge angekommen war, ist mir dummerweise ein blöder Flüchtigkeitsfehler passiert.. 😝
Ich wollte nach der Hälfte der gesägten Strecke schon mal die Seite, die Verschnitt war absägen. Damit der Rest komfortabler weiter zu sägen war.. Keine Ahnung, woran ich in dem Moment gedacht habe, oder eben nicht, aber ich habe dann einfach auf der falschen Seite den Schnitt gesetzt.. Heißt statt schonmal einen Teil vom Verschnitt abzusägen habe ich meinen Handlauf genau in der Mitte einmal durchgeschnitten… 😩 Ich habe auch ein paar Sekunden gebraucht, um zu realisieren, wieso ich auf einmal den halben Handlauf in der Hand halte..
Naja.. wie ihr auf dem Bild sehen könnt hat es mit dem Handlauf ja dann doch noch funktioniert. Ich hatte die beiden Hälften direkt versucht aneinander zu kleben und von unten mit einer kleinen Metallplatte verbunden. zum Glück fällt das fast garnict auf, denn es war schon echt ärgerlich. xD
Danach habe ich dann noch die einzelnen Streben an das Geländer angebracht. Dafür sind die Latten einfach auf die richtige Länge zugesägt worden und dann von oben, durch den Handlauf durch mit einer Schraube befestigt worden und jeweils mit zwei Schrauben von unten, durch den Boden hindurch. Unten mit zwei Schrauben einfach aus dem Grund, damit dich die Latte nicht drehen lässt. Wenn sie nur oben und unten mit einer Schraube befestigen würde, könnte man das Holz, wie an einem Spieß drehen.
Als dann auch das Geländer ready war, blieb gar nicht mehr so viel zu tun. Da die kleine mit ihren zwei Jahren ja noch nicht allzu bewusst mit Höhen umging wollte ich auf jedenfall ein Netz um den oberen Teil haben. Das Dach habe mich mit etwas Kunst Efeu „geschlossen“ welches ich einfach mit Kabelbindern angebracht habe. Da durch das Klappbett vor bzw. neben dem Turm kein Platz blieb für einen separaten Eingang, neben der Rutsche musste ich mir d was überlegen. Das Resultat war, dass ich aus Jute Seil, welches ich noch zuhause hatte, eine Art längliches Net geknüpft hatte, welches oben befestigt und dann auf der Rutsche runtergelassen wurde. So konnte sie quasi die Rutsche hoch klettern, um in den Turm zu kommen.
Es ist jetzt schon ein wenig her, dass ich den Spielturm gebaut habe, aber ich muss sagen, dass ich immernoch sehr zufrieden mit ihm bin. 🙂 inzwischen sind wir umgezogen und der Turm steht jetzt anders, ohne dieses Klappbett daneben. Daher hatte ich dann noch nachträglich rechts neben dem Eingang von der Rutsche noch die beiden quer Latten entfernt. Dadurch ist ein zweiter Eingang entstanden, für den ich dann noch eine passende Treppe gebastelt habe. Aber die zeige ich euch vielleicht ein anderes Mal. Mal schauen. 😁
